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Folge 44: Curbside Consult – die beste Antwort ist oft eine Frage!

Folge 44: Curbside Consult – die beste Antwort ist oft eine Frage!

51m 16s

Du stehst auf dem Flur, ein Kollege läuft vorbei, und plötzlich hast du eine Frage. Kein Konsilschein, kein Termin, keine drei Tage Wartezeit – einfach kurz gefragt. Das nennt man im Amerikanischen Curbside Consult: das informelle Konsil zwischen Tür und Angel. In Deutschland kaum ein Begriff, in der täglichen Praxis aber allgegenwärtig. Es findet häufig auch als kurzes Telefonat in Praxen statt.

Andreas und Ingo kennen das Phänomen von beiden Seiten – als Fragende und als Gefragte. Und beide haben in dieser Folge Fälle aus dem echten Alltag mitgebracht: Situationen, in denen die erste Reaktion auf eine Frage keine Antwort...

Folge 43: Immer wieder Nachtschweiß bringt die Erinnerung

Folge 43: Immer wieder Nachtschweiß bringt die Erinnerung

34m 37s

Nachtschweiß, Gewichtsverlust, zunehmende Schwäche – und kein Fieber. Das Muster scheint klar zu sein. Das kann doch nur Krebs sein! Eine knapp 80-jährige Patientin mit komplexer Vorgeschichte landet im Krankenhaus. Ein breites Untersuchungsprogramm läuft an. Und dann zeigen alle Ergebnisse: kein Hinweis auf eine maligne Erkrankung.

Was passiert, wenn das stärkste Muster in der Medizin auf einmal nicht aufgeht? Wenn das Labor nicht das liefert, was man erwartet – und der Befund, der die Diagnose eigentlich sichern sollte, einfach fehlt?

Andreas und Ingo besprechen in dieser Folge einen Fall, der zeigt, wie gefährlich es ist, sich zu früh auf eine...

Folge 42: Every Patient tells their story

Folge 42: Every Patient tells their story

49m 8s

Zwei Patienten, beide 28 Jahre alt, kommen mit Arthritis, Hautausschlag und Müdigkeit. Bei der jungen Frau hat man sofort ein Bild vor Augen – beim jungen Mann gerät das Denken ins Stocken. Woran liegt das?

In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas darüber, wie stark Geschlecht und Alter die Prätestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung verschieben – und warum es sich lohnt, die Geschlechtsverteilung von Anfang an mitzudenken. Aus einer früher einmal flapsig hingeworfenen Bemerkung („das ist eine Männer-“ bzw. „eine Frauenkrankheit“) wird ein ernst gemeintes diagnostisches Werkzeug.

Als roten Faden nutzen die beiden zwei Konzepte, die sich durch die...

Folge 41: Schon wieder Nachtschweiß

Folge 41: Schon wieder Nachtschweiß

44m 17s

Ein Ende 40-jähriger Mann stellt sich mit Leistungsknick, Nachtschweiß und leichter Gewichtsabnahme vor. Die Beschwerden bestehen seit zwei Monaten und begannen nach einem vermeintlich harmlosen Infekt. Was
zunächst unspezifisch klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem diagnostischen Klassiker.

Andreas und Ingo arbeiten sich systematisch mit einer TANTE-PIAV-Liste durch die Differenzialdiagnosen. Von
Autoimmunerkrankungen über Malignome und psychosomatische Ursachen bis hin zu Tuberkulose und
Endokarditis wird diskutiert, wie sich Wahrscheinlichkeiten mit jeder neuen Information verändern.

Anhand neuer Befunde zeigen die beiden, wie Prätestwahrscheinlichkeiten angepasst werden müssen – und
warum manche Diagnosen plötzlich immer wahrscheinlicher werden, während andere nahezu vom Tisch sind....

Folge 40: Der Teufel steckt im Detail – LDL niedrig, Skepsis hoch

Folge 40: Der Teufel steckt im Detail – LDL niedrig, Skepsis hoch

33m 6s

Hier kommt eine weitere Folge aus unserer lockeren Reihe über wichtige Studienergebnisse. Heute geht es erneut um eine Studie aus dem New England Journal, in der zwei verschiedene LDL-Zielwerte verglichen wurden. Es waren alles Patienten mit einer manifesten kardiovaskulären Vorerkrankung, ausschließlich aus Südkorea. Die eine Gruppe sollte ein LDL von < 55 mg/dl erreichen, die andere eines von < 70 mg/dl.

Ingo und Andreas stellen die Studie vor und besprechen gemeinsam, welche Erkenntnisse man aus dieser Arbeit ziehen kann, und welche auch nicht. Müssen wir unser therapeutisches Verhalten ändern?

Jetzt reinhören und mitdenken.

Wir freuen uns über Feedback und Kommentare...

Folge 39: Erst schnell ohne Erfolg, dann langsam zum Ziel

Folge 39: Erst schnell ohne Erfolg, dann langsam zum Ziel

33m 49s

Ein 52-jähriger Patient wird mit akuten retrosternalen Schmerzen und auffälligem EKG per Notarzt ins
Krankenhaus gebracht. Im Raum stehen zunächst die großen und gefährlichen Diagnosen: akutes
Koronarsyndrom, Lungenembolie oder Aortendissektion. Doch Troponin, CT und weitere Untersuchungen
passen nicht so recht ins Bild.

Dann zeigt sich: Der Patient hat einen Perikarderguss, Pleuraergüsse und seit Monaten zunehmende
Gelenkbeschwerden. Unter Immunsuppression mit Infliximab entsteht eine neue differenzialdiagnostische
Spur.

Andreas und Ingo nutzen den Fall, um über zwei völlig unterschiedliche Arten medizinischen Denkens zu
sprechen: schnelles, heuristisches Denken in der Akutsituation – und langsames, analytisches Denken mithilfe
einer TANTE-PIAV-Liste.

Am Ende findet sich eine...

Folge 38: Fehler gehen unter die Haut - wir sprechen mit H.U. Schmidt über Scham- und Schuldgefühle i.d. Medizin

Folge 38: Fehler gehen unter die Haut - wir sprechen mit H.U. Schmidt über Scham- und Schuldgefühle i.d. Medizin

55m 15s

Scham und Schuld – die heimlichen Begleiter ärztlichen Handelns. Ingo und Andreas widmen sich einem
Thema, über das in der Medizin viel zu selten offen gesprochen wird. Zu Gast ist Dr. Hans-Ulrich Schmidt,
Facharzt für psychosomatische Medizin und Leiter der ärztlichen Psychotherapie im Ambulanzzentrum des
UKE. Gemeinsam gehen die drei der Frage nach, was Scham von Schuld unterscheidet, wo diese Gefühle im
ärztlichen Alltag entstehen – und wie wir besser mit ihnen umgehen können.

Am Ende steht eine klare Botschaft: Wer offen über Scham und Schuld spricht, entlastet nicht nur sich selbst – sondern tut den Kolleginnen und Kollegen einen...

Folge 37: Über die Niere in die große weite Welt

Folge 37: Über die Niere in die große weite Welt

40m 26s

Eine Patientin in ihren 70ern wird mit persistierend erhöhten Kaliumwerten bei Ingo vorgestellt. Über Monate
hinweg liegen die Werte stabil im pathologischen Bereich – und das bei völligem Wohlbefinden.

Eine echte Hyperkaliämie? Oder steckt etwas anderes dahinter?

Ingo und Andreas machen sich auf den Weg durch die Differenzialdiagnostik – von der klassischen TANTE-PIAV-
Liste bis hin zu „first principles“. Dabei wird schnell klar: Hyperkaliämie ist kein einfaches Muster, sondern fordert strukturiertes Denken.

Schließlich nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Ein auffälliges Blutbild führt schließlich zur entscheidenden Spur – und zu einer Diagnose, die weit über die Nephrologie hinausgeht.

Am Ende...

Folge 36: Nobody is perfect

Folge 36: Nobody is perfect

51m 49s

Fehler passieren – auch in der Medizin.

In dieser persönlichen Folge verlassen Ingo und Andreas bewusst die Rolle der Analytiker und werden selbst zu Fallbeispielen: Sie berichten offen von Fehldiagnosen, organisatorischen Versäumnissen und Denkfehlern – und davon, was diese emotional auslösen. Denn schnell wird klar: Scham, Schuld und Rechtfertigung sind ständige Begleiter, weshalb zu selten darüber gesprochen wird.

Anhand konkreter Fälle diskutieren die beiden unter anderem:
- eine übersehene Lungenembolie bei einer jungen Patientin
- einen überlesenen CT-Nebenbefund mit gravierenden Folgen
- eine seltene Erkrankung mit atypischer Präsentation
- die Gefahr diagnostischer Sicherheit („thinking stops when the diagnosis is made“)...

Folge 35: Wie sicher ist sicher?

Folge 35: Wie sicher ist sicher?

34m 45s

Eine 67-jährige Patientin entwickelt innerhalb weniger Tage eine dramatische Luftnot – so ausgeprägt, dass sie
schließlich nicht einmal mehr vom Stuhl zur Toilette gehen kann. Was steckt dahinter?

Andreas und Ingo nehmen euch mit in einen diagnostischen Prozess, der exemplarisch zeigt, wie mächtig
klinisches Denken sein kann – ganz ohne Technik. Ausgehend von einer strukturierten TANTE PIAV-Liste und
ersten Hypothesen arbeiten sich die beiden Schritt für Schritt voran und diskutieren dabei konsequent
Prätestwahrscheinlichkeiten. Dabei wird deutlich: Schon wenige gezielte Informationen können die
Wahrscheinlichkeit einer Diagnose massiv verändern. Im Zentrum der Folge steht die Frage:
Wann wissen wir genug – und...