Denkfabrik Medizin

In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten können.

Dazu gehören so spannende Fragen wie:
- wie werden Diagnosen gestellt oder gar gemacht?
- was sind die Unterschiede zwischen Mustererkennung und analytischem Denken?
- welche Tests setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die Ergebnisse?
- und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen?

Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor.

Wir beide, Ingo Krenz und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem Schwerpunkt in der Diabetologie.

Der Podcast erscheint alle 4 Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind.
Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern, die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen.

Unsern Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt abonniert werden.

Denkfabrik Medizin

Neueste Episoden

Folge 45: Am Nebentisch sitzt 2026

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48m 11s

Ingo war im Urlaub. Und weil er auch dort nicht aufhören kann zu beobachten, hat er vier Beobachtungen auffälliger Menschen mitgebracht – vom Hotelfrühstück, aus dem Café und vom Marktplatz. Eine junge Frau mit einem kleinen Gerät am Arm. Ein Mann mittleren Alters, dessen Atmung man schon von weitem hört. Eine junge Frau im Rollstuhl mit einem kunstvollen Verband. Und ein älterer Herr, der aufhören kann, sich zu kratzen.

Kann Andreas aus diesen flüchtigen Beobachtungen – ohne Anamnese, ohne Labor, ohne Befund – eine Diagnose ableiten? Und wie viel verrät ein Mensch, ohne es zu wissen?

Jetzt reinhören und mitdenken....

Folge 44: Curbside Consult – die beste Antwort ist oft eine Frage!

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51m 16s

Du stehst auf dem Flur, ein Kollege läuft vorbei, und plötzlich hast du eine Frage. Kein Konsilschein, kein Termin, keine drei Tage Wartezeit – einfach kurz gefragt. Das nennt man im Amerikanischen Curbside Consult: das informelle Konsil zwischen Tür und Angel. In Deutschland kaum ein Begriff, in der täglichen Praxis aber allgegenwärtig. Es findet häufig auch als kurzes Telefonat in Praxen statt.

Andreas und Ingo kennen das Phänomen von beiden Seiten – als Fragende und als Gefragte. Und beide haben in dieser Folge Fälle aus dem echten Alltag mitgebracht: Situationen, in denen die erste Reaktion auf eine Frage keine Antwort...

Folge 43: Immer wieder Nachtschweiß bringt die Erinnerung

Folge 43: Immer wieder Nachtschweiß bringt die Erinnerung

34m 37s

Nachtschweiß, Gewichtsverlust, zunehmende Schwäche – und kein Fieber. Das Muster scheint klar zu sein. Das kann doch nur Krebs sein! Eine knapp 80-jährige Patientin mit komplexer Vorgeschichte landet im Krankenhaus. Ein breites Untersuchungsprogramm läuft an. Und dann zeigen alle Ergebnisse: kein Hinweis auf eine maligne Erkrankung.

Was passiert, wenn das stärkste Muster in der Medizin auf einmal nicht aufgeht? Wenn das Labor nicht das liefert, was man erwartet – und der Befund, der die Diagnose eigentlich sichern sollte, einfach fehlt?

Andreas und Ingo besprechen in dieser Folge einen Fall, der zeigt, wie gefährlich es ist, sich zu früh auf eine...

Folge 42: Every Patient tells their story

Folge 42: Every Patient tells their story

49m 8s

Zwei Patienten, beide 28 Jahre alt, kommen mit Arthritis, Hautausschlag und Müdigkeit. Bei der jungen Frau hat man sofort ein Bild vor Augen – beim jungen Mann gerät das Denken ins Stocken. Woran liegt das?

In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas darüber, wie stark Geschlecht und Alter die Prätestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung verschieben – und warum es sich lohnt, die Geschlechtsverteilung von Anfang an mitzudenken. Aus einer früher einmal flapsig hingeworfenen Bemerkung („das ist eine Männer-“ bzw. „eine Frauenkrankheit“) wird ein ernst gemeintes diagnostisches Werkzeug.

Als roten Faden nutzen die beiden zwei Konzepte, die sich durch die...