Folge 30: Worte sind Biochemie – der Nocebo-Effekt

Shownotes

Eine 33-jährige Frau kommt mit Flankenschmerzen in die Notaufnahme. Unter dem Verdacht einer Nephro- /Urolithiasis wird ein CT gemacht. Ein Stein findet sich nicht – aber Zysten in beiden Nieren. Der Urologe kommentiert: „Ich fürchte, mit 60 sind Sie an der Dialyse.“

Was dieser Satz im Körper und im Leben der Patientin anrichten kann, ist Thema dieser Folge. Ingo und Andreas sprechen über den Nocebo-Effekt – die Kehrseite des Placebo-Effektes. Sie zeigen, wie ärztliche Worte, Blicke und Aufklärungsbögen Symptome, Ängste und sogar Therapieabbrüche auslösen können.

Anhand vieler Beispiele aus dem Praxisalltag diskutieren die beiden:

  • wie Nocebo körperliche und psychische Symptome erzeugt
  • warum Angst ein schlechter Motivator ist
  • wie Framing, Beipackzettel und Aufklärungsbögen wirken
  • und warum eine gute Arzt-Patient-Beziehung der beste Schutz vor Nocebo ist

Am Ende geht es um ein großes ethisches Dilemma: Wie kann man ehrlich aufklären, ohne Schaden anzurichten?

Jetzt reinhören – und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de

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